Wasserzapfstelle im Garten

Im Sommer ist es abends quasi ein Ritual, das Gießen der Pflanzen im Garten und rund um das Haus. Auch wenn unser Grundstück jetzt nicht so riesig ist, bedeutet es dennoch einiges an Arbeit alle Planzen zu gießen. In den letzten Jahren habe ich so Abend für Abend einige Gießkannen an Wasser über das gesamte Grundstück geschleppt. Auf diese ganze Lauferei hatte ich jetzt keine Lust mehr und mir überlegt wie ich es erreichen kann, nicht mehr so weite Strecken mit den 10 Liter Gießkannen laufen zu müssen.

Nachträglich den Boden wieder zu öffen und Wasserleitungen zu legen kam nicht in Frage. Daher ist mir der Gedanke gekommen, ich könnte ja einfach einen langen Gartenschlauch entlang des Grünbereichs und der Hecke verlegen und so eine weitere Wasserzapfstelle am anderen Ende des Garten zu installieren. Klar werden jetzt einige sagen das dies nicht Frostsicher ist und das stimmt auch. Doch darin sehe ich kein Problem. Wenn ich vor dem Winter das Wasser aus dem Schlauch mit Druckluft entferne, passiert nichts. Der Schlauch wird zudem auch einige Jahre das so aushalten und dicht bleiben.

Platz für die Wasserzapfstelle im Garten

Gedanklich habe ich den Garten in drei Segmente unterteilt. Das wäre die Fläche an der Terrasse (1), die Fläche seitlich am Haus (2) und die Fläche vor dem Haus (3). Der optimale Platz für die neue Wasserzapfstelle wäre wohl am Übergang von seitlichen Fläche zur vorderen Fläche. So kann ich auch jederzeit noch eine Rasenspränger für diese beiden Abschnitte einfach anschließen.

Material für die DIY Wasserzapfstelle im Garten

Meine erste Idee war, in Holzpfahl ein Loch zu bohren und dort einen Wasserhahn anzubringen. Den Pfahl hätte ich dann mit einer Einschlagbodenhülse in den Boden geschlagen. Mein Frau meinte dann aber das wir ja noch ein Palisaden-Element übrig haben und wir dies als Basis für die die Wasserzapfstelle nehmen sollten. Wenn die Frau spricht … ;-)

Die Materialliste sieht wie folgt aus (bekommt man alles im Baumarkt seines Vertrauens):

Zusammenbau der Wasserzapfstelle

Für das Loch in der Palisade benötigt man ein Steinbohrer mit der Stärke von 24mm. Dies ist optimal um den Rohrnippel durchstecken zu können. Unsere Palisade hat an der schmalen Seite einen Durchmesser von 120mm. Rohrnippel gibt es in verschiedenen Längen (80mm, 100mm, 120mm, 150mm oder länger.) Da es kein exakt passenden Rohrnippel gibt, habe ich mit dem 3D Drucker noch einen Abstandshalter gedruckt. An alle Verbindungsstücke wickelt man etwas Telfonband zur Abdichtung vor dem Zusammenstecken.

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Gartenhaus selbst bauen – Teil 1

Unser Gartenhaus Projekt ist gestartet. In Teil 1 geht es um das Fundament und den Unterbau für das Gartenhaus. Ich habe mich dafür entschieden das Gartenhaus auf einem Holzrahmen aufzubauen. Dieser Holzrahmen wird mit Pfostenträgern / Stützenschuhe auf Punkfundamente einbetoniert.

Holzträgerrahmen vormontieren

Um die Fläche für das Gartenhaus optimal auszunutzen, komme ich auf die Grundmaße von 453 cm auf 241 cm. Entsprechend habe ich mir im Baumarkt um die Ecke Kanthölzer* (98mmx98mm) besorgt. Das längste Holz am Stück war 3m. Entsprechend musste ich bei einer Seitenlänge von 453cm zwei Hölzer miteinander durch eine Überplattung verbinden. Nach etwas Sägen, Ausstemmen sowie Bohren konnten alle Teile zusammengefügt werden. Für die Montage habe ich 10x120er Schlossschrauben* verwendet. Im Nachgang muss ich sagen, dass ich mir wohl besser gleich längere Hölzer im Fachhandel besorgt hätte, denn so optimal war das Verbinden nicht. Jeweils auf der langen Seite ist es recht instabil. Die Eckverbindungen hingegen waren wunderbar. Gut, es ist jetzt so und daher musste improvisiert werden. So habe ich dann entschieden an der Stelle der Überplattung direkt links und rechts davon zwei Stüzenschuhe anzubringen. Damit ist das dann absolut stabil nach dem Einbetonieren. Das Holz haben wir mit Holzschutz-Grund B von Primaster* angestrichen zum Schutz vor Pilz- und Bläuebefall.

Stüzenschuhe am Holzrahmen anbringen

Um später die Wandverkleidung für das Gartenhaus bündig montieren zu können, habe ich am Holzrahmen mit einem Stechbeitel* etwas Holz entfernt um die Stützenschuhe* passgenau zu montieren. Es war auf jeden Fall eine Herausforderung die Stützenschuhe zu besorgen, denn in den Baumärkten war die von mir gewünschte Größe nicht in ausreichender Menge vorhanden oder gar nicht verfügbar. Um kein längeren Baustopp zu haben, musste ich so auf zwei unterschiedliche Größen ausweichen. Mit Holzschrauben* wurden die Stützenschuhe am Holz befestigt. In den Ecken des Rahmens habe ich dann noch stabile Winkel* angebracht.

Punktfundamente mit dem Erdbohrer bohren

Wer unseren Blog schon länger verfolgt weiß, dass unser Boder von der harten Sorte ist. Spaten und Schaufel kommt man da nicht weit. Daher habe ich mir einen Erdbohrer* gekauft um die Löcher für die Fundamente auszuheben. Mit dem Erdbohrer war es zwar auch anstengend, aber deutlich einfacher als von Hand und es spart viel Zeit. Ingesamt habe ich 8 Löcher mit einer Tiefe von je ca. 80cm gebohrt.

Einbetonieren des Holzrahmen

Den vormontierten Holzrahmen haben wir an vorgesehener Stelle ausgerichtet das es in Waage steht. Mit Hilfe eines Rührgeräts* haben wir dann den Beton in einem Mörtelkübel nach und nach angerührt und in die Fundamentlöcher eingefüllt. Mit einem Stück Eisen haben wir dabei den Beton immmer etwas durchstochen und gerührt damit sich alles gut verteilt. Ingesamt haben wir dreizehn 40kg Beton-Estrich Säcke verarbeitet. Denke das ist ausreichend Material für die Fundamente. Zwei Tage nach dem Betonieren haben die Montagekonstruktion entfernt. In etwa 25 Tagen wird dann der Beton vollständig ausgehärtet sein.

Im nächsten Teil der Gartenhaus-Reihe geht es dann um den Aufbau des Rahmens für das Gartenhaus.

Materialliste für diesen Bauabschnitt

  • Rahmenholz Sägerauh 3000x98x98 (7 Stück, 97 Euro)
  • Schlossschrauben 10×120 und Unterlegschreiben (je 6 Stück, 4 Euro)
  • Holzschrauben 100×40 (24 Stück, 3 Euro)
  • Holzschrauben 100×50 Box (9 Euro)
  • Beton-Estrich 40kg (13 Säcke, 47 Euro)
  • Stüzenschuh 91x60x100 (5 Stück, 21 Euro)
  • Stützenschuh 81x60x100 (2 Stück, 5 Euro)
  • Winkelverbinder 70x70x55 (4 Stück, 6 Euro)
  • Ankernägel 4,0×50 Box (7 Euro)
  • Lochplatte 100×240 (2 Euro)
  • Holzschutzgrund B Primaster 2,5l (31 Euro)

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Planung des DIY Gartenhaus

Da wir kein Gartenhaus oder Gerätehaus von der Stange für unsere vorgesehene Position im Garten finden, bleibt nur die eigene Planung um Umsetzung für das Projekt. Ein enormen Vorteil hat das Do-it-yourself Gartenhaus, denn es kann optimal für die zur Verfügung stehende Grundfläche geplant werden.

Um so ein Gartenhaus in Eigenleistung zu bauen, wird ein wenige handwerkliches Geschick erforderlich sein. Da ich schon immer gerne mit Holz gearbeitet habe und bereits in der Schule das „Werken“ viel Spaß gemacht hat, traue ich mir das hier also zu.

Wie soll das Gartenhaus aussehen?

Im ersten Schritt habe ich die Maße der Stellfläche ermittelt und mit dann mit Hilfe des Tools SweetHome 3D, welches wir auch schon für die Hausplanung verwendet haben, ein einfaches Modell gezeichnet. Der Grundriss ist rechteckig und die Maße 453cm auf 241 cm haben. So wäre die Fläche optimal ausgenutzt. Das Gartenhaus soll eine Tür (98cm x 200cm) sowie drei Fenster (mit je 80cm x 40 cm) bekommen. Als Dachform für das Gartenhaus werde ich ein Pultdach wählen. Die Dachneigung wird dabei etwa 16 Grad sein. Zunächst war im am überlegen, ob ich das Dach mit Bitumenbahnen abdichten werden. Nach einigen Überlegungen habe ich mich jetzt für ein Blechdach entschieden. So könnte das Gartenhaus (ohne Dach) aussehen:

Bestandsaufnahme Werkzeug

Um das Gartenhaus in Eigenleistung zu bauen, wird logischerweise auch Werkzeug für diverse Arbeiten benötigt. Da wir bereits einige Dinge während dem Hausbau in Eigenleistung umgesetzt haben, ist eine Grundausstattung an Werkzeug bereits vorhanden. Doch neben den Basics wie Hammer, Zollstock, Handsäge, Bohrmaschine etc. wird für die Holzbearbeitung weiteres Equipment benötigt. Eine Handkreissäge, eine Kappsäge und Stichsäge habe ich bereits, doch was mir noch fehlt ist ein Sortiment an Stechbeitel, ein Schwingschleifer sowie eine Universal-Säge. Dann sollte ich soweit erstmal alles für die Holzbearbeitung haben.

Die nächsten Schritte zum Gartenhaus

Das ehemalige Gemüsebeet ist bereits von den Pflanzen und den Dekoelementen geräumt. Nun kann es an den ersten Bauabschnitt gehen:

  • Überschüssige Erde abtragen. Etwa 15 – 20 cm unterhalb der Randsteinkannte
  • Fundamente planen
  • Holz und Stützenschuhe für das Grundfundament besorgen
  • Erdbohrungen für die Betonfundamente ausführen
  • Holzrahmen vormontieren
  • Holzrahmen mit Stützenschuhe einbetonieren

Die weitere Planung gehe ich dann an, sobald der erste Bauabschnitt fertig ist.

Gehweg im Garten betoniert

Nein keine Sorge, wir haben nicht den gesamten Gehweg im Garten betoniert, sondern nur die Basaltsteine in Beton gesetzt.

Vor fast genau 5 Jahren haben wir einen Gehweg im Garten angelegt. Im Laufe der Zeit hat sich nun doch das Gras durch die Fugen zwischen den Basaltsteinen durchgearbeitet und überwuchert nun teilweise die Basaltsteine. Optisch sieht das nicht mehr so toll aus. Daher haben wir und entschlossen den Gehweg zu überarbeiten.

Die Basaltsteine haben wir herausgenommen und das Gras zwischen den Fugen entfernt. Als Beton haben wir den günstigen Beton-Estrich aus dem Globus-Baumarkt für 3,69 Euro pro 40kg Sack verwendet. Insgesamt haben wir 5 Säcke verarbeitet. Unglaublich was da doch an Beton benötigt wird. Die Basaltsteine sind nun auch etwa 5cm Höher als früher und bilden nun einen besseren Abschluss zum Rasen. Warten wir nun die nächsten Jahre ab, ob der Beton nun hilft das weniger oder sogar kein Gras mehr über die Gehwegeinfassung wächst.

XXL Blumenkasten für die Terrasse – do it yourself

Auf jeder Ecke der Terrasse haben wir Pflanzschalen mit einem Mix an Blumen stehen. Doch irgendwie fehlt noch etwas zur Auflockerung. So ist jetzt die Idee entstanden einen Blumenkasten mit Holzverkleidung zu besorgen. So eine Art Hochbeet, aber für Stauden oder Blühpflanzen.

Nach etwas Stöbern im Web war schnell klar, dass baue ich selbst. Dabei kann ich den Pflanzkübel so gestalten wie ich es möchte und sogar noch Geld dabei sparen. Solche Hochbeete kosten gerne mal an die 200 Euro und mehr.

Nach ein paar Gedanken wie ich ein XXL Pflanzkübel bauen könnte, habe ich kurzum im Toom Baumarkt Terrassendielen und zwei Mörtelkasten besorgt. Dann ging es auch schon mit dem Sägen und Schrauben los.

Für dieses DIY Projekt habe ich folgende Materialien und Mengen verwendet:

  • 10 Stück Terrassendiele Douglasie mit Nut 2000 x 145 x 28 mm
  • 4 Stück Universaldiele Douglasie 19 x 95 2000 mm
  • 2 Stück Kantholz 38 x 58 x 2500 mm (vorhanden)
  • Holzlatten (Restbestand von einem alten Holzregal)
  • Jede Menge Holzschrauben (verschiedene Längen, vorhanden)
  • Holz Imprägniergrund (Holzschutz, vorhanden)
  • 2 Stück Mörtelkasten 60l

Die Kosten für die nicht vorhanden Materialien belaufen sich auf knapp 100 Euro.

Der Zusammenbau des XXL Blumenkasten

Den Rahmen des XXL Blumenkastens bilden die Terrassendielen. Um so wenig wie nötig zu Schneiden und Verschnitt zu haben, wurde für die lange Seite als Maß eine komplette Dielenlänge verwendet (2m). Hierfür werden 8 Terrassendielen benötigt. Für die kurze Seite des Blumenkastens wurde zwei Dielen in gleichgroße Stücke von je 50cm zugeschnitten.

Die Kanthölzer haben zwei Funktionen. Sie werden zur Montage und Stabilisierung des Rahmens benötigt und dienen zugleich auch als Fuß. Dadurch steht der Rahmen nicht direkt auf den Steinen und es kann eine Luftzirkulation stattfinden. Die Länge der Kanthölzer kann man daher ganz individuell festlegen. Ich habe mich für eine Fußlänge von 0,5 cm entschieden. Im Nachhinein würde ich diese eher auf 1 cm auslegen, da man die 0,5 kaum sieht.

Als Trägerkonstruktion für die Mörtelkasten habe ich mir eine Lattenkonstruktion wie bei einem Bett überlegt und umgesetzt. Dies hat den Vorteil man die Anzahl der Latten variieren und sogar auch durch Nutzung weiterer Latten die Höhe regulieren.

Die Universaldielen habe ich dann als Abdeckung zugeschnitten und mit einer Lattung zu einem Element zusammengefügt. Durch die Abdeckung sieht man die Mörtelkasten dann nicht mehr direkt.

 

Die gerade Kräuterschnecke – Gartenkräuter am Pfahl

Die klassische Kräuterschnecke im Garten kennt sicherlich jeder. Doch was ist wenn dafür kein Platz ist? Auf frische Kräuter aus dem Garten verzichten? Das muss nicht sein.

Wir haben in unserem Garten zwar einen eigenen Bereich zum Anpflanzen von Gemüse, doch zum einen ist dieser nicht so groß und man müsste sich doch immer Bücken um an die Gartenkräuter zu gelangen. Da hatte Daniela die Idee ein Pfahl zu bauen und dort die Gartenkräuter anzubringen. Zudem könnte sie dann auch ihre Hängeampeln endlich wieder aufhängen. Ich habe mir dann ein paar Gedanken gemacht, wie ich das umsetzten kann.

Im Baywa Baumarkt habe ich für die Konstruktion drei kesseldruckimprägnierte Kantholzpfosten (je 200x7x7cm), eine Einschlag-Bodenhülse, und zwei Schaukelhaken mit Holzgewinde besorgt. Holzschrauben für das Verbinden der Holzstücke hatte ich noch ausreichend daheim, eben so zwei Befestigungsschrauben für die Einschlag-Bodenhülse.

Als Werkzeuge für den Bau des Pfanz-Pfahls werden ein Zollstock, ein Bleistift, eine Bohrmaschine oder Akku-Schauber und eine Kapp- und Gehrungssäge für das exakte Zuschneiden des Holzes benötigt.

Die Holzkonstruktion war in etwa 20 Minuten gebaut und konnte dann im Pflanzbeet aufgestellt werden. Zur Auflockerung haben wir noch ein kleines Insektenhotel an den Pfahl montiert. Um den Pfahl herum kann man nun Pflanzschalen oder ähnliches anbringen und so eine gerade vertikale Kräuterschnecke erhalten. Noch ist der Pfahl mit den Gartenkräutern etwas kahl, doch das wird sich ändern wenn wir weitere Pflanzgefäße besorgt haben. Aber bis dahin nutzen wir schon mal frischen Basilikum und Schnittlauch aus dem eigenen Garten.

Ach, und eine Idee haben noch. Auf den Pfahl könnte man noch ein Futterhaus für Vögel platzieren, oder was denkt ihr?