Von Freitag auf Samstag hat es ordentlich geschneit. Der erste Schnee. Am Samstag war dann mal Schnee schaufeln angesagt.

Von Freitag auf Samstag hat es ordentlich geschneit. Der erste Schnee. Am Samstag war dann mal Schnee schaufeln angesagt.

Die letzten beiden Tage haben die Trockenbauer fleißig gearbeitet. Die Decken sind nun im ganzen Haus gedämmt. Das Obergeschoss ist komplett fertig und die Einschubtreppe (MidMade, Model LUX A1120) auf den Spitzboden ist auch bereits drin. Der Einbau war binnen 20 Sekunden erledigt. Das ging so schnell, ich hatte noch nicht mal die Zeit die Kamera zu holen. Im Erdgeschoss fehlen noch ein paar Latten und die Platten an der Decke, dann ist auch dort alles fertig. Da ich gestern auch einen Termin mit dem EWR und dem Wasserwerk hatte, war ich den ganzen Tag mit im Haus. Es war interessant zu sehen, wie die Profis hier arbeiten. Viele Erklärungen und Kniffe haben ich gezeigt bekommen. Hat mir sehr gefallen. Besten Dank an dieser Stelle an die beiden Trockenbauer.
Der Trockenbauer ist heute Mittag angereist und hat seine Arbeit aufgenommen. Begonnen hat er im Obergeschoss mit der Dämmung der Decke. Hierzu wurde Mineralwolle-Dämmstoff (Isover Zwischensparren-Klemmfilz Integra ZFK 1-035) zwischen den Sparren verlegt. Im Anschluss kommt dann eine Klimamebran (Isover Klimamembran KM Duplex UV) darüber. Diese Folie hat im Sommer und im Winter eine unterschiedliche Funktion. Im Winter bremst die Klimamembran das Eindringen von Wasserdampf aus den Wohnräumen, sodass nur wenig Feuchtigkeit in die Konstruktion eindringen kann. Der Dampfdiffusionswiderstand ist hoch. Im Sommer wird die Membran durchlässig und die im Holz gespeicherte Feuchte tritt in Form von Wasserdampf durch Sonneneinstrahlung und Wärmeeinwirkung nach innen wieder aus. Also eine Trocknungsfunktion.
Bereits kurz nach dem das Haus aufgebaut wurde, habe ich an die Fallrohre der Regenrinnen jeweils einen Regenwasserschlauch angebracht um das Regenwasser vom Haus wegzuführen. Einen solchen Schlauch gibt es mit 5 Meter Länge für etwa 6 Euro im Baumarkt. Da der Wind die Regenwasserschläuche immer aus ihrer angedachten Position gebracht haben, habe ich nun etwas improvisiert und eine Art Regenwasserschlauch-Kanal gebaut. Hierzu habe ich noch vorhandenes Restmaterial vom Hausaufbau verwendet. So liegt der Regenwasserschlauch nun windgeschützt und hat immer Gefälle.
Die Installateure haben in dieser Woche die Wasserleitungen für die Küche, das Gäste-WC, die Außenzapfstelle, die Heizkreisverteiler und für die Heizung im Haus verlegt. Die Abwasserleitungen wurden ebenfalls verlegt und auch die Montageelemente für WC und Waschbecken wurden installiert. Auch die Inneneinheit der Heizung wurde schon an ihrem Platz aufgestellt. Das Außengerät wird zu einem späteren Zeitpunkt installiert.
Wir müssen uns nun entscheiden. Soll unsere Dusche eine Duschwanne bekommen oder mit Bodenfliesen ausgegleidet werden. Zwischenzeitlich haben wir nun verschiedene Aussagen und Meinugen gehört. Unser Wunsch ist es, eine bodengleiche Dusche zu realisieren. Einen hohen Absatz möchten wir nicht haben. Dies kann man mit einer flachen Duschwanne oder mit Fliesen realisieren. Doch was ist sinnvoller und besser? Die Meinungen gehen da doch stark auseinander. Wir tendieren dazu Fliesen zu verwenden. Dies hat aus unserer Sicht auch den Vorteil, dass man die Dusche flexibel groß gestalten kann und nicht auf die Vorgabemaße der Wannen zurückgreifen muss.
Zusätzlich zum Camcorder für den Zeitrafferfilm, habe ich während dem Aufbau des Hauses auch Luftaufnahmen mit einer Parrot AR.Drone 2.0 gemacht. Das macht total Spaß. Nach dem Schneiden sind nun knapp 18 Minuten zusätzliches Filmmaterial entstanden.
Im Sommer haben wir uns schon mal in diversen Möbelhäusern über Küchen beraten und informieren lassen. Die Beratung in den einzelnen Häusern (Möbel Martin, Möbel Preiss, Möbel Mayer, Möbel Schwaab, Die Kücheninsel) war ähnlich. Preisansagen wie „der Preis gilt nur heute“ oder ”ich gehe nur zum Chef, wenn Sie wirklich kaufen wollen” haben wir deutlich bei Möbel Martin und Möbel Preiss erfahren. Wir finden, dass der Kauf einer Küche für ein Haus nicht in einem oder wenigen Tagen abgeschlossen sein kann. Dafür gibt es einfach so viele Dinge, die zu überlegen sind. Unsere Erfahrung war auch, dass einem gerne nach dem Mund geredet und nicht wirklich beraten wird. Es ist ja einfacher dem Kunden in seinen Annahmen zu bestätigen als auf mögliche spätere Probleme hinzuweisen. Wenn man dann gut zwei bis drei Stunden mit dem Küchenberater eine Küche am Computer gezeichnet hat, soll mal sich meist direkt entscheiden und kaufen, um den „guten Preis“ zu sichern. Wenn man dann sagt, dass man noch Bedenkzeit braucht und gerne die Zeichnung als Gedankenstütze mitnehmen möchte, wird unterschiedlich reagiert. Bis auf den Küchenberater von Möbel Mayer haben sich alle Küchenberater geziert und gesagt das sie das nicht dürften usw. Hier als Tipp: Dem Küchenberater klar sagen, dass man die Zeichnung haben möchte. Immerhin haben die Berater auch schon ein paar Stunden Zeit investiert und möchten den Auftrag ja auch gerne haben. So haben wir dann von fast allen Beratern (bis auf Möbel Preiss) die Küchenzeichnungen auch bekommen.
Alternativ zu den klassischen Möbelhäusern waren wir dann auch mal auf Empfehlung von Herrn B. (Die Baupartner, Gensingen) bei einem Küchenstudio (Der Küchenbauer) in Bingen. Wir waren positiv überrascht. Es war ein ganz andere Art von Beratung. Unsere Ideen und bisher angesammelten Gedanken zu unserer Traumküche wurden Punkt für Punkt beleuchtet und die Vor- und Nachteile aufgezeigt und auch wenn möglich direkt in einer Musterküche präsentiert. Unser Küchenberater Herr S. hat uns auch auf Dinge hingewiesen, welche von den Beratern bei den Möbelhäusern nicht gezielt angesprochen wurden. Unsere ursprünglichen Bedenken, dass eine Küche von einem Küchenstudio bestimmt ernorm teuer sein muss, hat sich nicht bestätigt. Unser Budgetrahmen wurde auch eingehalten. Unsere Entscheidung war dann bereits im Sommer auf den Küchenbauer in Bingen gefallen. Bereits eine Woche nach der Entscheidung und einigen Stunden an Beratung haben wir die Küche für die benötigte Elektroplanung zur Werkplanung mit Herrn S. durchgeplant. Details wie die Griffe, Farbe, und Elektrogeräte haben wir damals auf später verschoben. Darum kümmern wir uns nun in den nächsten Tagen.
Während dem Aufbau des Hauses habe ich auch einen Camcorder mitlaufen lassen. Über 10 Stunden Videomaterial ist so entstanden. Klar schaut man sich das nicht noch mal in voller Länge an. Daher habe ich mir die Mühe gemacht und ein Kurzfilm erstellt. Im Zeitraffer könnt ihr euch so die 2,5 Tage für den Hausaufbau in knapp 9 Minuten anschauen. Viel Spaß.