skyDSL SAT-Anlage ist demontiert

Die Ära skyDSL ist nun vollständig bei uns beendet. Der Vertrag ist zum 16.03. gekündigt gewesen und heute haben wir die Satelliten-Anlage auf dem Dach demontiert. Als ich auf dem Dach an der SAT-Anlage war, habe ich nicht schlecht gestaunt. Das Erdkabel (Massekabel) welches vom TRIA zur Masthalterung geht war quasi nicht mehr existent. Es hat sich aufgelöst. Wie kann ich mir noch nicht erklären.

Das TRIA samt Halterung habe ich auf dem Dach abgeschraubt. Da der Parabol-Spiegel nicht durch die Dachluke passt, haben wir diese auf einem Karton und mit einem Seil auf dem Dach heruntergelassen. Die neue SAT-Schlüssel ist über den gleichen Weg nach oben gelangt. Das Ausrichten der Schüssel war gar nicht so schwer. Orientiert habe ich mich an der Sonne. Zu einer bestimmten Uhrzeit richtet man den Parabolspiegel direkt zu Sonne aus. Welche Uhrzeit das ist, findet man auf der Seite „Satellitenschüssel-Ausrichten„. Ich habe das Zeitfenster um 30 minuten verpasst, aber hierbei handelt es sich ja nur um Milimeter und eine Feinjustierung ist sowieso erforderlich.

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skyDSL Sat-Anlage auf dem Dach

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Verschwundenes Erdkabel (Massekabel)

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Neue normale Sat-Anlage auf dem Dach

RWE Highspeed Internetzugang ist geschaltet

Nach dem Misslungenen ersten Schaltungsversuch von RWE Highspeed hat es im zweiten Anlauf jetzt problemlos geklappt. Seit Dienstag haben einen schnellen und normalen Breitbandzugang zum Internet. Endlich schnelles arbeiten und bewegen im Internet. Die Zwischenlösung über skyDSL ist nun bald Geschichte, die Kündigung ist versendet.

Als Tarif haben wir uns für den RWE Highspeed 50 entschieden. Dieser bietet eine Downloadgeschwindigkeit bis zu 50 Mbit/s und eine Upload-Geschwindigkeit bis zu 10 Mbit/s. Über diverse Internetseiten kann einen VDSL Verbindungscheck machen. Unser Ergebnis sieht so aus:

Internetgeschwindigkeit Messung

Das finden wir soweit OK und passt zum Tarif. Diese Messung habe ich morgens gemacht. Eine andere Messung am Abend hat auch mal nur eine Downloadgeschwindigkeit von 23.756 kbit/s ergeben.

Als Router haben wir eine Fritz!Box 7490 erhalten. Diese hat sich nach der Schaltung der Leitung auch selbst konfiguriert, denn Zugangsdaten haben wir keine separat erhalten. Laut dem Telekom Techniker der am Schaltungstag morgens die Kabelbelegung des Telekom Hausanschlusses überprüft hat, würden wir einen der neuen sich selbst Konfigurierenden Anschlüsse haben. D.h. die Anschluß und Anbieterinformationen werden direkt über die DSL Leitung an den jeweils angeschlossenen Router übertragen.

RWE Highspeed Internet in Zotzenheim

Heute Abend fand im Dorfgemeinschaftshaus eine Infoveranstaltung des RWE zum Breitband Glasfaserausbau in unserer Gemeinde statt. Routiniert haben die Mitarbeiter der RWE die Tarife, die Technik und die zu erwartenden Geschwindigkeiten erläutert. Auf jede Frage der Einwohner gab es eine Antwort.

RWE Highspeed

Die wichtigste Frage des Abends war natürlich, wann denn das RWE den Zotzenheimern die Leistung anbieten kann. Hier wurde eine Verfügbarkeit der Netzfreigabe zum 31.12.2015 in Aussicht gestellt. Dann ist es natürlich davon abhängig, wie schnell jeder Einwohner, welche in de Regel bestehende Verträge mit anderen Anbietern wie der Telekom, 1und1, etc. haben, aus ihren Verträgen heraus können. Da wir kleinen klassichen Internerzugang haben, sondern über skyDSL gehen, müssen wir auf lange Vertragslaufzeiten keine Rücksicht nehmen und hatte daher damals bereits einen Neuanschluss bei RWE Highspeed beauftragt. Somit sollte es nach der Netzfreigabe nicht so lange dauern, bis wir das nutzen können.

Jetzt gilt es Daumen drücken das keine Komplikationen mehr auftreten und wir spätestens im neuen Jahr endlich „normales“ Internet haben.

skyDSL – Performance die NICHT begeistert

Internet via SatellitSeit April 2013 haben wir nun skyDSL und so einige Erfahungen damit gemacht. Angefangen von der massiven Drosselung bei zu hohem Verbrauch bis zu den Einschränkungen bei Sateliten-Internet. Mit der Zeit gewöhnt man sich ja an so einiges, doch seit einigen Wochen ist skyDSL eine wahre Zumutung.

Abends schreibe ich gerne meine Blogs und recherchiere im Internet. Doch die Internetgeschwindigkeit hat BTX Niveau. Der Aufbau von Seiten dauer tteilweise ewig. Selbst das Aneigen von Mails dauer Sekunden. Das Senden einer normalen E-Mail ohne Anlage dauert 12 Sekunden. Wenn eine Anlage dabei ist, bekommt man vom Mailserver eine Timeout Fehlermeldung, weil es so lage dauert. Das Arbeiten in Content Management Systemen (WordPress, Joomla, etc.) ist eine Qual.

Mitte Juli hat mich skyDSL informiert, dass ich als treuer Bestandskunde zum 16.08.2015 auf einen Sondertarif umgestellt werde. Eine Umstellung von 12 Mbit/s auf 16 Mbit/s. Als Zugabe bekomme ich sogar die doppelte Upload Geschwindigkeit. Toll. Auf meine damalige Nachfrage, was mir eine höhere Bandbreite auf dem Papier bringt, wenn es jetzt noch nicht mal vernünftig klappt, habe ich bis heute keine Antwort erhalten. Für den mit Zwang auferlegte Sondertarif soll ich laut Anschreiben „nur“ 5 Euro mehr im Monat bezahlen.

Heute habe ich die erste Rechnung mit dem Sondertarif erhalten. Der Monatsbetrag lautet 44,90 Euro. Also mal rechnen…

Bisher habe ich 29,90 Euro pro Monat bezahlt. Plus 5 Euro mehr sind bei mir 34,90 Euro. Auf der Rechnung steht 44,90 Euro. In Anbetracht das ich bisher 29,90 bezahlt habe, ist dies eine Preiserhöhung um gute 30%. Man könnte auch Wucher dazu sagen.

Rechnen klappt nicht, Preiserhöhungen werden angekündigt, aber ein Hinweis auf ein Sonderkündigungsrecht fehlt, Kommunikation mit dem Kunden findet keine statt, etc. Echt klasse was skyDSL da so mit seinen Kunden macht…

So jetzt mal eine Nacht darüber schlafen und dann fällt mir schon was ein wie ich darauf reagiere.

Zotzenheim – Ein Surf-Paradies entsteht

Seit Ende letzter Woche steht am Ortseingang ein großes RWE Banner mit dem Titel „Hier entsteht ein SURF-PARADIES!“. Dies lässt hoffen das es nun doch endlich bald los geht mit dem Breitbandausbau für unsere Gemeinde.

RWE Highspeed

Im September 2014 hatte ich mich bereits als Kunde für das RWE Highspeed registriert und ein Tarif abgeschlossen. Damals war im Online-Verfügbarkeitscheck das erste Quartal 2015 als voraussichtliche Verfügbarkeit angekündigt. Heute habe ich den Check erneut ausgeführt. Neuer voraussichtlicher Termin ist das vierte Quartal 2015.

Auch wenn es jetzt schon länger dauert wie einst angekündigt, bin ich trotzdem froher Dinge und zuversichtlich das es noch in diesem Jahr klappt. Es muss einfach 🙂

Schnelles Internet in Aussicht

Internet via DSL, LTE oder ModemAnfang des Jahres hat mir unser Bürgermeister erzählt, dass Gespräche mit dem RWE bezüglich dem Internet Breitband Ausbau angelaufen sind. Das habe ich natürlich gerne gehört, denn von der Telekom oder einem anderen Anbieter haben wir keinen klassischen DSL Anschluss bekommen können. Seit dem nutzen wir skyDSL für den Internetzugang. Telefon (VoIP) läuft auch über skyDSL. skyDSL ist eine Alternative, doch skyDSL hat einige Einschränkungen mit denen man leben muss.

Seit wenigen Tagen ist nun auf der Internetseite von RWE Highspeed auch unsere Gemeinde und unsere Straße im Verfügbarkeitscheck gelistet. Doch genau unsere Hausnummer war nicht mit dabei. Ursache ich vermutlich, dass wir keinen klassichen registrierten DSL Anschluss haben. In einem Telefonat mit einer RWE Highspeed Kundenbetreuerin habe ich dann unsere Anschlusssitution gestern geschildert. Knapp zwei Stunden später kam der Anruf, dass es bei uns auch klappen sollte, da ja der Hausanschluss vorhanden ist. Ein Tag später folgte eine Mail, dass unsere Hausnummer jetzt auch im Online-Verfügbarkeitscheck zur Verfügung steht und ich “jetzt Kunde werden könnte”. In der Mittagspause habe ich dann gleich Online den Auftrag erteilt. Laut Online-Verfügbarkeitscheck, soll RWE Highspeed im Laufe des 1. Quartal 2015 zur Verfügung stehen. Ich bin sehr gespannt.

Ein NAS für das Heimnetzwerk

Die Fritz!Box 7390 ist bei uns das Herzstück für das Heimnetzwerk. Die Fritz!Box managed die Internetverbindung zum skyDSL-Modem, die komplette Telekommunikation und dient mit einer extern angeschlossenen 500GB USB als zentrale Datenablage und Medienserver (für Musik und Filme). Die Fritz!Box ist schon ein tolles Gerät. Als Eierlegende-Wollmichsau stößt sie aber auch an ihre Grenzen. Die Datentransferrate bei Fritz!NAS liegt zwischen 3,5 und 4 Megabyte pro Sekunde. Für das Streamen von Filmen und MP3-Dateien reicht das aus. Für das gelegentliche Kopieren von Dateien aus dem Netzwerk auf die externe Platte und umgekehrt auch. Muss man öfters Daten kopieren, ist die langsame Datentransferrate nervig, es dauert einfach lange.

Unser Heimnetzwerk hat nun Zuwachs bekommen. Ein eigenständiges, ausgewachsenes und vollwertiges NAS (Network Attached Storage). Vor der Anschaffung des NAS habe ich mir überlegt, was der Netzwerkspeicher alles können muss. Meine Kriterien:

  • Ordentliche Datentransferrate im Netzwerk
  • Medienserver (UPnP AV) für Bilder, Filme und Musik
  • RAID Unterstützung für permanente Spiegelung als Backup
  • Printserver Unterstützung (für später mal)
  • Modulare Anpassung/Erweiterung durch Programme und Tools
  • Webcam und Videokamera Management
  • Download-Manager für automatisierte und zeitgesteuerte Downloads (wg. skyDSL)
  • DVB-T / DBV-S Recording und Streaming
  • Rechtemanagement
  • Fernzugriff von außen
  • Energiesparbetrieb
  • ansonsten die üblichen NAS-Funktionen

NAS-Erfahrung hatte ich bisher mit Netzwerkspeicher von Buffalo und Netgear gemacht. Bei meiner Recherche bin ich auch auf die Lösungsanbieter Qnap und Synology gestoßen. Dann das übliche, Leistungsdaten, Features und Preise vergleichen. Meine Wahl ist auf das NAS Synology DS214play gefallen. Es kostet mit knapp 300 Euro allerdings auch etwas. Die Festplatten sind bei diesem Preis noch nicht mit dabei und müssen separat gekauft werden. Da die Funktionsvielfalt passt und alle meine Kriterien erfüllt werden, habe ich es gekauft. Als Festplatten kommen zwei Western Digital NAS (Red) Platten mit jeweils 3TB zum Einsatz.

Das Synology NAS DS214play ist mein erstes NAS von Synology. Von dem Zusammenbau und der Ersteinrichtung bin ich absolut begeistert. 3,5“ Festplatten können ohne Werkzeug binnen Sekunden eingebaut werden. Den Netzwerkspeicher dann in den Netzwerkschrank stellen, anschließen und Power-Knopf drücken. Die Initialisierung dauert nur Sekunden und schon kann mal über den Rechner auf die Weboberfläche der Diskstation zugreifen. Ein Assistent führt durch die einzelnen Punkte durch und in wenigen Minuten ist das NAS einsatzbereit. Genial, so einfach habe ich das bisher noch nicht erlebt.

Als erste Handlung habe ich dann den Medienserver des NAS aktiviert und meine MP3-Sammlung auf das NAS kopiert. Das NAS DS214play indiziert die Dateien on the Fly und die Musiksammlung stand sofort auf den UPnP-fähigen Clients (Smart-TV, Smartphone, Tablet und Co) zur Verfügung.

Über das Paketzentrum des DS214play kann man sich eine Vielzahl an Erweiterungen auf sein NAS installieren. Da gibt echt eine Menge. Als Nächstes habe ich das Paket „Video Station“ installiert. Die Video Station ist für das Managen von Filmen, TV-Serien, Privatvideos und TV-Aufnahmen (via USB DTV Dongle) konzipiert. Nachdem ich ein Film auf das NAS in den entsprechenden Ordner kopiert habe, wurde dieser automatisch indiziert. Zugleich wurde ein Cover und die komplette Beschreibung zu dem Film samt Darsteller-Liste etc. selbständig aus dem Internet geladen und dazu eingepflegt. Klasse, einfach Video Datei kopieren, den Rest macht die Diskstation.

In den nächsten Tagen werde ich das Streamen von Live-TV testen. Als USB-DVB Stick habe ich mir dafür von Hauppauge den Dual DVB-T Stick WinTV Nova-TD besorgt.

skyDSL – Ein Zwischenbericht

Internet via SatellitIn der letzten Zeit bekomme ich vermehrt E-Mail Anfragen zu meinen Erfahrungen mit skyDSL. Die Leute sind sich nicht sicher, ob skyDSL eine Alternative zum normalen DSL ist. Wenn man kein DSL auf üblichem Weg bekommen kann, greift man nach jedem Strohhalm um eine Chance auf einen Online-Anschluss zu erhalten. Ich kenne das nur zu gut.

Die skyDSL Drosselung…

Im Mai hatte ich über die Drosselung bei skyDSL geschrieben. Die Kündigung war schon vorbereitet. Auf Empfehlung eines Bekannten habe ich dann mein Surfverhalten verändert. Deutlich verändert! Er war sich sicher, dass ich dadurch nicht mehr in dem Pool der „Bösen Buben“ bei skyDSL lande und recht gut dann mit der skyDSL Geschwindigkeit auskommen werde. Fakt ist, es wird bewusst gedrosselt, wenn man ein zu hohes Datenvolumen hat.

Mein Tarif bei skyDSL ist „skyDSL2+ FLAT M“. Die Bandbreite wird mit bis zu 12.000 kbit/s beim Datenempfang und bis zu 4.000 kbit/s für den Upload angegeben. Zusätzlich gibt es 6 MP3-Titel pro Monat. Eine Telefonflatrate und eine Festnetzrufnummer ist ebenfalls dabei. Der Tarif kostet monatlich 39,90 € und nach 12 Monaten soll man einen monatlichen 10 € Treue Rabatt erhalten.

Mein Datenvolumen in den letzten Abrechnungsmonaten sieht wie folgt aus:

Abrechnung

Von

Bis

Traffic (in GB)

1. Monat

01.04.2013

15.04.2013

8.882,72

2. Monat

16.04.2013

15.05.2013

35.976,40

3. Monat

16.05.2013

15.06.2013

14.096,55

4. Monat

16.06.2013

15.07.2013

10.917,99

5. Monat

16.07.2013

15.08.2013

13.623,48

6. Monat

16.08.2013

15.09.2013

10.223,57

7. Monat

16.09.2013

15.10.2013

11.812,74

Die Drosselung bei skyDSL hat sich bei einem Verbrauch von etwa 20 GB im zweiten Monat eingestellt. Das Ziel war es, unter 20 Gigabyte Traffic zu bleiben. Die erste große Veränderung war das nicht mehr Anschauen von Videos in den Mediatheken von ARD, ZDF, RTL etc.. Webradio wird auch nur noch selten und für wenige Minuten morgens bei der Zubereitung des Frühstücks gehört. Der Download von Dateien wurde auch auf den notwendigen Bedarf reduziert. Backups meiner Webseiten mache ich nicht mehr an einem Abend, sondern verteile diese auf unterschiedliche Tage (in der Summe etwa 2 GB Datenmenge). Den Live-Stream ins Internet meiner Webcams habe ich ebenfalls eingestellt bzw. nutze diesen nur noch in Einzelfällen. Durch diese Maßnahmen konnte ich das monatliche Datenvolumen auf etwa 12.000 GB reduzieren.

Etwa 14 Tage nach der Veränderung des Nutzungsverhaltens war die skyDSL Traffic-Bremse gefühlt aufgehoben. Performance-Schwankungen bestehen weiterhin. Bedingt durch die Nutzerintensität der skyDSL Kunden kommt es je nach Uhrzeit zu starken Unterschieden. Bei skyDSL werden die Nutzer in sogenannten Pools zusammengefasst. Neben dem „Bösen Buben Viel-Sauger-Pool“ gibt es dann noch die Wenig-Sauger-Pools für zurückhaltende Kunden. Ich glaube da bin ich jetzt wieder drin. 50 skyDSL-Kunden teilen sich einen Pool. Einem Pool steht eine definierte Bandbreite zur Verfügung. Diese Bandbreite teilen sich alle 50 Kunden. Sind alle 50 Kunden gleichzeitig im Internet unterwegs, kann und darf man keine 12.000 kbit/s (je nach Tarif) erwarten. Meine Tests haben gezeigt, dass man zu gewissen Uhrzeiten (nach Feierabend und bis in den späten Abend hinein) mit einer reduzierten Bandbreite auskommen muss. Bei mir lag diese so um die 3.000 kbit/s. Manchmal weniger und manchmal mehr. Zum normalen Surfen / Recherchieren im Web reich es aus. Zu anderen Zeiten hatte ich dann auch mal die angebotenen 12.000 kbit/s beim Downstream. Es schwankt also permanent. Beim Upstream komme ich allerdings nie über 1.400 kbit/s.

Nichts ist wie früher…

Bedingt durch die Satelliten-Technik muss man sich auch von einigen seiner Arbeitsweisen aus dem normalen DSL-Umfeld verabschieden. So zum Beispiel bei der Nutzung von FTP-Programmen. Früher habe ich mich mittels FTP-Client auf meinen Server angemeldet und einfach eine Kopie meiner Webseite geladen. Das sind je nach Seite und eingesetztem Content Management System mehrere Tausend Dateien. Bei meinem damaligen DSL 16.000 Paket in der Wohnung hatte ich eine Webseite binnen 20 Minuten vollständig gesichert. Die gleiche Webseite dauert mit skyDSL über 4 Stunden. Das Problem sind die vielen einzelnen Dateien. Ich konnte das Problem nur lösen, indem ich meine Webseite auf dem Server vorher in eine ZIP-Datei über ein Skript packen lasse. Der Server erledigt das in wenigen Sekunden. Dann kann ich die ZIP-Datei herunterladen. Dauer dann etwa 25 Minuten. Mit dem Upload verhält es übrigens genauso. Wenn man viele Dateien zum Hochladen hat, diese besser vorher zippen und dann als eine Datei hochladen. Auf dem Server entpackt man dann die Datei wieder per Skript.

Bei meinen E-Mail-Konten nutze ich gerne das IMAP-Protokoll, um auf allen Geräten den gleichen Stand der empfangenen und gesendeten E-Mails zu haben. Das Abgleichen der Konten dauert sehr viel länger als bei einem normalen DSL-Anschluss. Wechselt man zudem innerhalb von Outlook von einem Konto zum anderen Konto, dauert es bis zu 10 Sekunden, bis der Konto-Ordner im Zugriff ist. Selbst das Anklicken von einer Mail zur Nächsten dauert mitunter 3 Sekunden oder länger. Genauso das Löschen oder Verschieben einer Mail. Auf Lokal gespeicherte E-Mails (kein IMAP-Konto) kann man ohne Zeitverzögerung zugreifen. Die Performance bei IMAP ist echt nicht schön und nervt total. Nach und nach gehe ich mehr dazu über den „Webmail-Dienst“ der Hoster zu nutzen, damit geht es deutlich schneller.

Fernwartung via pcVisit, Teamviewer und Co. leidet auch unter der Satelliten-Technik. Es geht zwar, aber man muss geduldig sein.

VoIP über skyDSL ist nicht wirklich gut. Man selbst spürt die langen Ping-Zeiten nicht direkt, aber der liebe Mensch, mit dem man telefoniert. Er hört immer ein leichtes zeitverzögertes Echo von sich selbst. Dabei spielt es keine Rolle ob der Gesprächsteilnehmer via Handy oder Festnetz telefoniert. Das Telefonieren selbst ist auch irgendwie komisch. Einfach leicht zeitverzögert. Mittlerweile nutzen wir VoIP kaum noch und telefonieren einfach über das Handy.

Wenn man es früher gewohnt war, von extern auf sein Netzwerk oder die Webcams Zuhause direkt zuzugreifen, so kann man das mit skyDSL nicht mehr. Der Router ist nicht mehr von außen erreichbar. Selbst Dienste wie dynDNS funktionieren nicht mehr. Bei skyDSL bekommt man zwei IP-Adressen. Eine eindeutige IP-Adresse innerhalb des Pools, in dem man sich bei skyDSL befindet. Diese Adresse kann man auf der Statusseite des Routers ablesen. Dann hat man noch eine IP-Adresse mit der man von dem Pool aus nach außen ins Web kommuniziert. Diese teilt man sich vermutlich mit allen anderen 49 Nutzern im skyDSL-Pool. Eine interne Firewall im skyDSL Rechenzentrum sorgt dann dafür, dass die persönliche IP-Adresse nicht nach außen kommuniziert wird. Dadurch ist der Router im Heimnetzwerk nicht mehr erreichbar. Technisch scheint es dafür noch keine Lösung zu geben, oder man will hier keine Lösung schaffen. Für Freunde der Hausautomation mit Zugriff von außen ist skyDSL nicht zu empfehlen. Dies scheint aber bei allen SAT-DSL Anbietern die gleiche Situation zu sein.

MP3´s inklusive…

Je nach Paket bekommt man monatlich ein Guthaben um sich MP3-Dateien aus dem Portal MusicPipe.eu laden zu können. Die Auswahl an aktuellen Titeln ist schlichtweg ungenügend. Es gibt nämlich nichts Aktuelles im skyDSL MusicPipe Portal. Die Inhalte sind scheinbar Ende 2012 eingefroren.  MusicPipe ist ein von Sony Music und skyDSL eingerichtetes Portal für skyDSL-Kunden. Übrigens, das Guthaben verfällt, wenn man es nicht einlöst. Der Zeitraum für die Einlösung beträgt einen Monat und dieser Zeitraum ist nicht analog zum Abrechnungszeitraum des skyDSL Vertrags. Im Musikportal gilt das Guthaben immer für den Kalendermonat.

Support ist nicht gleich Support…

Meine Erfahrung mit dem skyDSL Support kann man als „unterirdisch“ bezeichnen. Ich habe viele Jahre Erfahrung mit „Support“ und schon einiges erlebt, meist Positives. Mit Kundenservice kann skyDSL nicht dienen. skyDSL versteckt sich hinter juristischen Aussagen und verweist gerne auf seine AGB und Vertragsbedingungen. Rückrufe trotz aktiv angebotener Option finden nicht statt. Meine ganze Support-Geschichte mit skyDSL erspare ich euch an dieser Stelle.

Bleiben oder wechseln…

Mittlerweile habe ich skyDSL seit gut 7 Monaten. Technische Alternativen zum Satelliten-DSL sind bei uns leider noch nicht in greifbarer Sicht. Mit den oben beschriebenen Einschränkungen kann man skyDSL nutzen. Das Surfen ist gegenüber normalem DSL aufgrund der Ping-Zeiten um einiges langsamer. Online-Spiele und IPTV kann man vergessen.

Neben skyDSL gibt es noch andere tooway Anbieter wie „getinternet“, „STARDSL“ und „SAT Internet Services“. Diese Anbieter bieten primär volumenbasierte Tarife an; angeblich so laut deren Hotline, ist die angebotene Bandbreite innerhalb des Datenvolumens gewährleistet. skyDSL bietet nur eine Flatrate in Verbindung mit einer Content-Ratio an. Einfach ausgedrückt:  Wenn du viel saugst, wird gedrosselt, ohne Wenn und Aber.

Die monatlichen Preise bei den anderen Anbietern sind teurer als bei skyDSL, zumal skyDSL nach 12 Monaten noch mal 10 Euro Rabatt verspricht. Zehn Euro mehr im Monat wären nicht so schlimm, wenn dafür die Brandbreite immer recht stabil ist und die Drosselung erst nach verbrauchtem Volumen greift. Ausprobieren ist aber so eine Sache, denn dazu müsste man den Vertrag mit skyDSL kündigen und dann zu einem anderen Satelliten-DSL Anbietern wechseln, um dort zu testen. Wenn man dann merkt, dass es da auch nicht besser ist, hat man einen teureren Tarif und nichts gewonnen.

Vielleicht liest diesen Bericht ja einer der Marktbegleiter von skyDSL und stellt mir zu Testzwecken für einen Zeitraum ein SAT-Modem kostenfrei zur Verfügung. Ich werde gerne über meine Erfahrungen damit berichten. Wer traut sich?

Neues Baugebiet in Zotzenheim

KatasterkarteDer Ortsgemeinderat von Zotzenheim hat in seiner jüngsten Sitzung den Beschluss gefasst, ein neues Baugebiet zu erschließen. Es soll in Richtung Sprendlingen, anschließend an die Mühlgasse, auf einer Fläche von ca. einem Hektar entstehen. Etwa 15 neue Bauplätze entstehen so in der Gemeinde Zotzenheim. Das neue Baugebiet soll den Namen „Im Johannispfad“ tragen.

Ich hoffe sehr das durch das neue Baugebiet in Zotzenheim auch der DSL Ausbau statt findet. Wir haben ja leider kein DSL Port mehr bekommen und sind auf eine Alternative wie SkyDSL angewiesen, welche eher eine Notlösung als eine Alternative ist.

skyDSL – Drosselung inklusive

Internet via SatellitKurz gesagt, meine anfängliche Begeisterung für skyDSL ist zwischenzeitlich in Frust umgeschlagen. In verschiedenen Foren liest man viel über die Drosselung und Unzufriedenheit von einigen skyDSL Kunden. Zufrieden bin ich auch nicht mehr. Sobald der Drosslungsmechanismus von skyDSL greift, sind sogar VoIP Gespräche nicht mehr möglich oder nur noch absolut untragbarer Qualität. Die Bandbreite geht teilweise sogar unter ISDN Geschwindigkeit. In verschiedenen Test konnte ich klar herausfinden, dass gezielt gedrosselt wird.

Von Beginn an führe ich eine Art Logbuch. Regelmäßig mache ich Speedtests und notiere auch die Wettersituation. Seit Kurzem vermerke ich jetzt auch das aktuell zum Zeitpunkt der Messung verbrauchten Datenvolumen. Im letzten Abrechnungszeitraum hatte ich ein Datenvolumen von 36 GB. Mit diesem Volumen ist man bei skyDSL wohl schon ein „Sauger“ und wird gedrosselt. Die Drosselung hat im letzten Abrechnungszeitraum (30 Tage) gefühlt nach 12 Tagen begonnen. Der verbrauchte Traffic lag da bei etwa 20 GB.

Ich habe mir die Abrechnungen meines alten DSL-Providers angeschaut. In der Regel lag unser monatlicher Traffic zwischen 25 GB und 35 GB. Für uns ein normaler Rahmen. E-Mails, Bloggen, Recherche, das eine oder andere YouTube Video und mal ein Beitrag in einer Mediathek. Ich bin echt schon am Überlegen, wo ich was einsparen kann; ab jetzt gilt „Mediathek verbot“. Aber mal ehrlich, das kann es nicht sein. 🙁

Von meinen Erlebnissen mit Kundenservice bei skyDSL möchte ich hier im Blog nichts schreiben, es soll ja noch ein BauBlog bleiben und nicht ein Blog über skyDSL werden. Material hätte ich ausreichend.

Die Kündigung für skyDSL ist schon geschrieben und liegt in der Schublade. Den aktuellen Abrechnungszeitraum warte ich noch ab und werde versuchen mein Nutzungsverhalten etwas anzupassen und beobachten, was sich tut. Ich habe bereits mit anderen tooway-Anbietern gesprochen, die Volumentarife anbieten. Das scheint mit alle mal besser zu sein als die nicht kontrollierbare Drosselung bei skyDSL. Derzeit vergleiche ich die Pakete, Preis/Leistung und die Gespräche mit den Anbietern.