Türklingel ist gefunden

Fast drei Jahre hat es nun gedauert bis wir jetzt unsere Haustürklingen gefunden und bestellt haben. So wie ich diese Zeilen schreibe, wird mir die Zeitspanne erst richtig bewusst. Eine Türklingel wurde damals natürlich im Elektropaket mitgeliefert und die ist auch da, doch durch die Probleme mit dem Verputzen durch die Insolvenz des Hausherstellers wurde diese damals nicht angebracht. Zudem hat die Klingel Daniela auch nicht gefallen.

So haben wir immer mal wieder im Internet gestöbert und nach Haustürklingen gesucht. Vor gut sechs Monaten wurden wir schon einmal fündig, doch die Kommunikation mit dem Anbieter zu technischen Details war eine Kastastrophe und so ist nichts daraus geworden. Vor drei Wochen haben wir wieder eine Türklingel gefunden und diesmal war der Service klasse. In einem Telefonat konnten alle Fragen beantwortet werden. Abends die Bestellung im OnlineShop ausgeführt und 2 Tage später war die Individualanfertigung bei uns Zuhause. Jetzt heißt es warten bis der Elektriker Zeit hat für die Installation.

Loch in der Hauswand entdeckt

In den letzten Tagen haben wir morgens wiederholt ein Klopfen gehört. So als wenn jemand mit dem Finder gegen die Hausfassade klopft. Irgendwann sind uns auf der Fensterbank im Badezimmer und auf den Rasen Styroporkugeln aufgefallen. Doch wo kamen die Styroporkugeln her? An der Fassade konnte wir nichts erkennen.

Das ganze hat uns keine Ruhe gelassen, zumal täglich morgens die Kopfgeräusche zu hören sind. Daher bin ich heute auf den Dachboden gegangen, um dort mal nach dem Rechten zu schauen. Auf der Giebelseite habe ich weitere Styroporkugeln entdeckt. Beim näheren Hinschauen konnte ich in einem Spalt neben dem Firstbaken auch weiteres Styropor entdecken. Nun war klar das ich mir den Firstbalken von Außen genauer ansehen musste.

Kurzum ist mein Papa mit einer langen Leiter gekommen und ich bin dann zum Firstbalken aufgestiegen. Das war ganz schön hoch. Was ich dann dort entdeckt habe. Hat mich beinahe von der Leiter gehauen. Direkt über dem Firstbalken ist ein größeres Loch. Eine richtige Höhle. Von unten war das nicht zu erkennen. Da hat sich etwas richtig Mühe gegeben um sich ein gemütliches Wettergeschütztes Plätzchen zu schaffen. Ich vermute mal es ist ein Spatz, auch bekannt als Haussperling.

Ich muss leider feststellen, dass mein installierter Vogelschutz hier nicht wirklich was gebracht hat. Zumindest hilft er nicht bei sehr kleinen Vögel.

Jetzt gilt es zu Überlegen, wie das Problem mit dem Loch in der Fassade dauerhaft behoben werden kann und sich auch kein Vogel mehr daran zu schaffen macht. Für Ideen und Hinweise bin ich dankbar.

Blower-Door Test im Neubau

Am vergangenen Mittwoch hatten wir unseren Blower-Door Test. Mit einem Blower-Door Test lässt sich die Luftdichtheit von Gebäuden zuverlässig messen. Je luftdichter ein Haus gebaut ist, desto weniger Heizenergie verpufft ungenutzt in die Umwelt. Ein 100% dichtes Haus wird es nicht geben, aber es sollte natürlich so dicht wie möglich sein damit die unkontrollierten Lüftungswärmeverluste möglichst niedrig sind. Luftundichtheiten und Wärmelecks bedeuten nicht nur Energieverlust. Sie können Schimmel auslösen und im schlimmsten Fall die Bausubstanz sogar nachhaltig schädigen.

Den Blower-Door Test kann man durchführen wenn das Gebäude bezugsfertig ist oder vor der Ausbauphase, also wenn die Innenverkleidung noch nicht vorhanden ist. Bei dem bezugsfertigen Haus kann man die energetische Qualität ermitteln. Hierbei können festgestelle Leckagen nur noch schlecht oder nur mit einen großen Aufwand abgedichtet oder beseitigt werden. Findet der Blower-Door Test vor dem Ausbau des Hauses statt, kann sehr gut die Qualität der Gebäudehülle (gerade bei einem Fertighaus) ermittelt werden. Gefundene Leckagen können gut beseitigt werden.

Hätten wir das mal früher gewusst, hätte ich vermutlich auch schon mal einen Blower-Door Test vor dem Ausbau des Hauses machen lassen. Sicher ist sicher. So waren wir natürlich sehr gespannt und haben gehofft, dass wir keine Leckagen beim Blower-Door Test finden.

Der Aufbau des Blower-Door Tests

Aufgrund des Namens Blower-„Door“ bin ich ursprünglich davon ausgegangen, dass man das Testgerät in den Türrahmen einbaut. Bei uns wurde das Testgerät in das Fenster im Badezimmer eingebaut. Letztendlich ist es irrelevant ob man es in eine Tür oder einen Fenster einpasst. In den Fensterrahmen wurde ein individuell anpassbarer Aluminiumrahmen eingesetzt, welcher mit einer luftdichten Nylonplane bespannt ist. Die Plane hat eine Öffnung. Dort wird das Blower-Door Testgerät, ein Ventilator mit elektronischer Drehzahlregelung, auf einem Haltegestell eingesetzt und verkabelt.

Der Blower-Door Testvorgang

Bevor der Messvorgang startet, werden vom Prüfer ein paar Angaben zum Gebäude und dem Testverfahren am Gerät über das Terminal eingestellt. Dann geht es auch schon los. Es wird zunächst ein bestimmter Unterdruck erzeugt und permanent gemessen. An der Nylonplane kann man dies sehr gut erkennen, da diese sich nach innen in den Raum zieht. Bei der Unterdruckmessung wird die Luft aus dem Gebäude gesaugt. Am Messgerät kann man den aktuellen Messwert permanent ablesen. Ein guter Zeitpunkt um mal alle Fenster, Türen und Öffnungen wie Steckdosen und WC-Drückergarnituren, welche an/in der Außenwand installiert sind abzugehen. Einfach die Hand, einen Blatt Papier oder ein Rauchstäbchen davor bzw. an dem Rahmen entlang halten. Spürt man einen Luftzug, ist eine Leckage vorhanden. Glück gehabt. An den Steckdosen und Schaltern an den Außenwänden konnten wir nichts feststellen. Kein Luftstrom vorhanden. Die Fenster haben immer eine kleine Stelle wo die Dichtung zusammenläuft. Eine bewusste kleine Aussparung. Hier merkt man somit einen leichten Luftstrom.

Nach der Unterdruckmessung folgt noch eine Überdruckmessung als Gegenprüfung, welches das Messergebnis somit viel genauer macht. Bei der Überdruckmessung wird jetzt die Luft in das Haus geblasen. Auf dem Video kann man diesen Wechsel sehr gut an der Nylonfolie erkennen, diese drückt sich nun nach außen. Nach Abschluss der Messung kann man das Ergebnis direkt auf der Blower-Door Prüfgerät ablesen.

Unser Ergebnis: n50 = 1.10 ¹/h (Volumenbezogene Luftdurchlässigkeit)

Gemäß Energieeinsparverordung (EnEV) gibt es zulässige Grenzwerte die je nach Konstellation einzuhalten sind. Für Gebäude mit Fensterlüftung liegt der Wert bei n50 = 3.0 ¹/h. Wenn man eine mechanische Lüftung (Kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung) hat, liegt der Grenzwert bei n50 = 1.50 ¹/h. Somit haben wir ein gutes Ergebnis erzielt. Das Zertifikat über die Luftdichtheit des Gebäudes haben wir am dann am Samstag erhalten. Das Zertifikat kann dann bei Nachfrage oder Anforderung durch die KfW-Bank als Nachweis und Bestätigung für energieeffizientes Bauen herangezogen werden. Auch bei einem Verkauf des Hauses, was wir natürlich nicht vorhaben, ist ein Zertifikat über die Luftdichtheit des Gebäudes vorteilhaft.

Den Blower-Door Test hat bei uns Christof Mootz durchgeführt. Er war unser Bauleiter und genießt unser vollstes Vertrauen. Er führt neben seiner anbieterunabhängigen Baubegleitung und Bauberatung auch Blower-Door Tests ab 295 Euro zzgl. MwSt. durch. Vielen Dank Herr Mootz für die gute Begleitung und die vielen Erklärungen.

 

Jahrestag – Unser Haus ist 1 Jahr alt

Am 12. November 2012 war der erste Aufbautag unseres Hauses. Seit dem ist viel passiert. Der Jahrestag ist nun der Anlass für einen kleine Zeitreise in bewegten Bildern.

Ausbau des Dachboden

Die letzten beiden Nachmittage habe ich damit verbracht, die Lattung für die Fußbodenkonstruktion auf dem Spitzboden zu bauen. Mit Holz zu arbeiten macht mir echt Spaß, ich mag den Duft auch irgendwie.

Im April hatte ich bereits einen kleinen Teil des Dachbodens ausgebaut, um die SAT-Schüssel installieren zu können. Jetzt war der Rest an der Reihe.

Ursprünglich hatte ich ja geplant OSB-Platten zu verbauen, aber davon hatte uns unser Bauleiter im letzten Jahr bereits abgeraten. Das Problem bei den OSB-Platten ist die unzureichende Möglichkeit der Luftzirkulation, wenn diese Platten direkt auf die Dämmung der Geschossdecke aufgebracht werden. Speziell bei einem nicht gedämmten Spitzboden kann schon nach kurzer Zeit Schimmel entstehen, den man dann nicht sieht, da er durch die Platten verdeckt ist.

Der Tipp unseres Bauleiters war eine Lattenkonstruktion als Unterbau und den Boden mit Schalbrettern mit ausreichend Abstand zueinander zu bauen. Durch diese Bauweise gehen gut 6cm Höhe oder Raum verloren, aber die Luft kann sehr gut zirkulieren. Das war es uns wert.

Die verarbeiteten Kanthölzer haben die Maße 2500mm x 58mm x38mm. Dies war für mich das optimale Maß, um so wenig Verschnitt wie möglich zu haben. Lediglich bei 9 Kanthölzern musste ich jeweils 10cm abschneiden. Die Schalbretter haben die Maße 2000mm x 140mm x 23mm. Auch hier hatte ich kaum Verschnitt. Übrig sind noch 13 Schalbretter und 2 Kanthölzer. Somit ist meine Kalkulation echt gut aufgegangen.

Zum Aufbau der Konstruktion habe ich die Kanthölzer etwa in einem Abstand von etwa 34cm zueinander platziert. Teilweise mit einem Versatz um diese bei Übergängen nicht Stoß auf Stoß auf die schmalen Balken setzten zu müssen. Als Auflagefläche habe ich die 38-mm-Seite gewählt. So ist ausreichend Platz zwischen dem Dämmmaterial und den Schalbrettern gewährleistet.

Die Schalbretter habe ich mit einem Abstand von 26mm zueinander verbaut. Damit ich immer den geleichen Abstand habe und nicht permanent messen muss, habe ich einfach zwei gekürzte Schalbretter als Platzhalter zwischen zwei Schalbretter gestellt die Bretter dann auf der Kantholzkonstruktion verschraubt.

Zwei Nachmittage lang auf Knien und so engem Raum zu arbeiten war schon anstrengend. Ich war echt froh über meine Knieschoner.

Dämmung und Außenputz ist abgeschlossen

ZielflaggeWir sind froh das wir noch vor dem Herbst unser Problem mit der Dämmung und dem Außenputz haben lösen können. Vor einigen Wochen waren Daniela und ich noch mal persönlich bei Holzbau Schäfer und haben den Dialog gesucht. Wir wurden freundlich empfangen und hatten ein gutes Gespräch. Man hat uns einen persönlichen Einblick in die Situation von Holzbau Schäfer gegeben. Holzbau Schäfer ist als Subunternehmer der DHAG von der Insolvenz der DHAG in der Tat stark betroffen. Ich finde es prima, dass man trotzdem versucht den verbundenen und betroffenen Bauherren entgegen zu kommen, obwohl kein direktes Vertragsverhältnis besteht. Es kostet uns immer noch eine Stange zusätzliches Geld, aber wir haben mit Holzbau Schäfer gemeinsam eine gute Lösung gefunden. Besten Dank dafür, dies ist nicht selbstverständlich!

Besonderen Dank gilt auch unserem Bauleiter Herrn Mootz. Er hat uns auch nach der Insolvenz weiter begleitet und steht uns weiterhin mit Rat und Tat zur Seite. Vielen Dank für das Engagement!

Wir freuen uns jetzt über unsere neue Außenfassade. Damit diese auch eine lange Zeit so hübsch bleibt, steht jetzt die nächste dringliche Arbeit an. Der Spritzschutz rund um das Haus muss gemacht werden.

Armierungsgewebe und Armierungsmörtel

Heute wurde das Armierungsgewebe und der Armierungsmörtel auf die WDVS-Platten aufgebracht. Bei einem Rundgang habe ich allerdings eine Stelle gefunden, wo es entweder vergessen wurde, oder das Material war ausgegangen. Nämlich zwischen den beiden Lichteinlass-Fenstern im Wohnzimmer (Garagenseite).

Die bereits montierten Regenfallrohre haben die Handwerker auch aus der Halterung entfernt. Bei einem der Rohre ist am Anschlusspunkt der Dachrinne eine große Lücke entstanden. Ich hoffe das wird wieder gefixt.

Das Auftragen des Armierunsgmörtels hat sehr viele umliegenden Sachen verdreckt. Die Mülltonnen sind voll Spritzer, der Briefkasten hat was abbekommen, die spezial Lüftungsöffnung der Dunstabzugshaube ist verdreckt und die Garage ist mit Armierungsmörtel punktiert. Ich kann nicht verstehen das man diese Sachen nicht abdeckt. Es ist doch eine ernorme Arbeit diesen Dreck wieder zu beseitigen. Ich hoffe doch das die Spritzer an der Garage alle wieder zu entfernen sind und die Lüftungsöffnung der Dunstabzugshaube weiterhin ihre Funktion erfüllt.

Dämmung der Außenwand – Tag 3

Am Freitag wurde die Garagenseite des Hauses mit den restlichen Dämmplatten versehen. In die Ecken der Fenster und bei den Hausecken wurden Kantenschutzprofile angebracht. Durch diese Profile kann man sehr schnell ordentliche Ecken ausbilden. Alle Fenster und die Haustür wurden mit Folie abgeklebt. Lüften geht jetzt nicht mehr. Gut das wir eine Belüftungsanlage für den Luftaustausch haben.

Dämmung der Außenwand – Tag 2

Am zweiten Tag ist bereits das fast das ganze Haus mit Dämmplatten versehen. Auf der Garagenseite fehlt noch ein kleiner Teil. Damit geht es dann Morgen weiter. Wenn die WDVS-Platten alle angebracht sind, werden auch die Rollladenkästen noch mit schmaleren Dämmplatten abgedeckt und dann die Fensterecken und Hausecken mit einem Kantenschutz versehen.

Dämmung der Außenwand – Tag 1

Nach vielen Gesprächen und Kontakten mit Unternehmen, haben wir für unser vorrangiges Problem, die Außendämmung und der Putz, jetzt eine Lösung. Vor dem Herbst können wir die Arbeiten nun ausführen lassen.

Um 07:15 Uhr standen heute zwei LKW vor der Tür. Einer hatte die 80-mm-WDVS-Platten (Wärmedämmverbundsystem) geladen und der andere LKW den Klebe- und Armiermörtel, Dispersionskleber, Silikonharz Scheibenputz 2mm, Armierungsgewebe und die Alu-Sockelprofile. Nach wenigen Minuten war alles abgeladen.

Kurze Zeit später kamen dann die Handwerker, die sich um unsere Dämmung und den Außenputz kümmern. Zuerst wurde die Wetterschutzfolie entfernt und dann direkt mit dem Anbringen der Alu-Sockelprofile begonnen. Dann ging es an das Aufkleben der Dämmplatten. Die Vorderseite des Hauses wurde heute bereits komplett fertig mit Dämmplatten versehen und die auch schon die linke und rechte Seite sind teilweise mit den WDVS-Platten versehen.