Abluftfilter für Zehnder Belüftungsanlage ausgewechselt

2014-07-13_tausch_filter_abluft_001Im April haben wir bereits die Filterkassetten in der Belüftungsanlage Zehnder ComfoD 350 getauscht. Die Filter in den Ansaugöffnungen haben wir bisher in unregelmäßigen Abständen abgesaugt und durchgewaschen und somit mehrfach verwendet.

Es war nun an der Zeit die Filter an den Abluftgittern der kontrollierten Wohnraumlüftung auszutauschen. Die Filtertüten sind an allen Lüftungsöffnungen angebracht, an denen die Raumluft angesaugt wird. Durch die Filter werden die Lüftungskanäle vor Verschnutzungen geschützt.

Filtertausch Belüftungsanlage Zehnder ComfoD 350 (KWL)

Laut Herstellerangabe soll man die Filter der Belüftungsanlage alle 6 Monate tauschen. Bei der Inbetriebnahme unserer Kontrollierten Wohnraumlüftung von Zehnder, hatte der Installateur einen Wechselintervall von 12 Monate als ausreichend vorgeschlagen. Zwischendurch sollten wir die Filter mit dem Staubsauger absaugen. Das haben wir so gemacht. Nun wurde es aber wirklich Zeit, die Filter zu wechseln. Wenn der Wechselintervall erreicht ist, wird auf dem Display der Zehnder ComforD 350 eine Meldung angezeigt.

Der Standard Filtersatz für unsere Zehnder ComfoD 350 Belüftungsanlage besteht aus zwei Filtern der Partikelfilterklasse G4. G4 steht für Grobstaubfilter für Partikel > 10µm und filtert Insekten, Textilfaser und Haare, Sand, Flugasche, Blütenstaub, Sporen, Pollen und Zementstaub. Im Handel kann man für die Zehnder Belüftungsanlage auch einen Partikelfilter der Klasse F7 beziehen. Die Filterklassen M5-F9 stehen für Feinstaubfilter für Partikel von 1 bis 10µm. Der Feinstaubfilter F7 hat einen Wirkungsgrad von (Em) 80-90%. Neben den bereits genannten Filtereigenschaften filtert dieser Filter noch Ölrauch und agglomerierten Ruß, Tabakrauch, Metalloxidrauch, Bakterien und Keime auf Wirtpartikeln und Partikel, welche Flecken und Staubablagerungen verursachen.

Für den Filterwechsel habe ich ein Filterset bestehend aus einem G4 und einem F7 Filter gekauft. Setpreis 41 Euro. Der G4-Filter hat einen schwarzen Rahmen und der F7-Filter hat einen roten Rahmen. Der Austausch ist sehr einfach. Kontrollierte Wohnraumlüftung (KWL) ausschalten, die beiden Filterabdeckungen abziehen, Filter herausziehen und die neuen Filter einsetzten. Filterabdeckungen wieder aufsetzten und die Belüftungsanlage einschalten. Filterwechselmeldung laut Bedienungsanleitung bestätigen. Zeitaufwand 1 Minute.

Blower-Door Test im Neubau

Am vergangenen Mittwoch hatten wir unseren Blower-Door Test. Mit einem Blower-Door Test lässt sich die Luftdichtheit von Gebäuden zuverlässig messen. Je luftdichter ein Haus gebaut ist, desto weniger Heizenergie verpufft ungenutzt in die Umwelt. Ein 100% dichtes Haus wird es nicht geben, aber es sollte natürlich so dicht wie möglich sein damit die unkontrollierten Lüftungswärmeverluste möglichst niedrig sind. Luftundichtheiten und Wärmelecks bedeuten nicht nur Energieverlust. Sie können Schimmel auslösen und im schlimmsten Fall die Bausubstanz sogar nachhaltig schädigen.

Den Blower-Door Test kann man durchführen wenn das Gebäude bezugsfertig ist oder vor der Ausbauphase, also wenn die Innenverkleidung noch nicht vorhanden ist. Bei dem bezugsfertigen Haus kann man die energetische Qualität ermitteln. Hierbei können festgestelle Leckagen nur noch schlecht oder nur mit einen großen Aufwand abgedichtet oder beseitigt werden. Findet der Blower-Door Test vor dem Ausbau des Hauses statt, kann sehr gut die Qualität der Gebäudehülle (gerade bei einem Fertighaus) ermittelt werden. Gefundene Leckagen können gut beseitigt werden.

Hätten wir das mal früher gewusst, hätte ich vermutlich auch schon mal einen Blower-Door Test vor dem Ausbau des Hauses machen lassen. Sicher ist sicher. So waren wir natürlich sehr gespannt und haben gehofft, dass wir keine Leckagen beim Blower-Door Test finden.

Der Aufbau des Blower-Door Tests

Aufgrund des Namens Blower-„Door“ bin ich ursprünglich davon ausgegangen, dass man das Testgerät in den Türrahmen einbaut. Bei uns wurde das Testgerät in das Fenster im Badezimmer eingebaut. Letztendlich ist es irrelevant ob man es in eine Tür oder einen Fenster einpasst. In den Fensterrahmen wurde ein individuell anpassbarer Aluminiumrahmen eingesetzt, welcher mit einer luftdichten Nylonplane bespannt ist. Die Plane hat eine Öffnung. Dort wird das Blower-Door Testgerät, ein Ventilator mit elektronischer Drehzahlregelung, auf einem Haltegestell eingesetzt und verkabelt.

Der Blower-Door Testvorgang

Bevor der Messvorgang startet, werden vom Prüfer ein paar Angaben zum Gebäude und dem Testverfahren am Gerät über das Terminal eingestellt. Dann geht es auch schon los. Es wird zunächst ein bestimmter Unterdruck erzeugt und permanent gemessen. An der Nylonplane kann man dies sehr gut erkennen, da diese sich nach innen in den Raum zieht. Bei der Unterdruckmessung wird die Luft aus dem Gebäude gesaugt. Am Messgerät kann man den aktuellen Messwert permanent ablesen. Ein guter Zeitpunkt um mal alle Fenster, Türen und Öffnungen wie Steckdosen und WC-Drückergarnituren, welche an/in der Außenwand installiert sind abzugehen. Einfach die Hand, einen Blatt Papier oder ein Rauchstäbchen davor bzw. an dem Rahmen entlang halten. Spürt man einen Luftzug, ist eine Leckage vorhanden. Glück gehabt. An den Steckdosen und Schaltern an den Außenwänden konnten wir nichts feststellen. Kein Luftstrom vorhanden. Die Fenster haben immer eine kleine Stelle wo die Dichtung zusammenläuft. Eine bewusste kleine Aussparung. Hier merkt man somit einen leichten Luftstrom.

Nach der Unterdruckmessung folgt noch eine Überdruckmessung als Gegenprüfung, welches das Messergebnis somit viel genauer macht. Bei der Überdruckmessung wird jetzt die Luft in das Haus geblasen. Auf dem Video kann man diesen Wechsel sehr gut an der Nylonfolie erkennen, diese drückt sich nun nach außen. Nach Abschluss der Messung kann man das Ergebnis direkt auf der Blower-Door Prüfgerät ablesen.

Unser Ergebnis: n50 = 1.10 ¹/h (Volumenbezogene Luftdurchlässigkeit)

Gemäß Energieeinsparverordung (EnEV) gibt es zulässige Grenzwerte die je nach Konstellation einzuhalten sind. Für Gebäude mit Fensterlüftung liegt der Wert bei n50 = 3.0 ¹/h. Wenn man eine mechanische Lüftung (Kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung) hat, liegt der Grenzwert bei n50 = 1.50 ¹/h. Somit haben wir ein gutes Ergebnis erzielt. Das Zertifikat über die Luftdichtheit des Gebäudes haben wir am dann am Samstag erhalten. Das Zertifikat kann dann bei Nachfrage oder Anforderung durch die KfW-Bank als Nachweis und Bestätigung für energieeffizientes Bauen herangezogen werden. Auch bei einem Verkauf des Hauses, was wir natürlich nicht vorhaben, ist ein Zertifikat über die Luftdichtheit des Gebäudes vorteilhaft.

Den Blower-Door Test hat bei uns Christof Mootz durchgeführt. Er war unser Bauleiter und genießt unser vollstes Vertrauen. Er führt neben seiner anbieterunabhängigen Baubegleitung und Bauberatung auch Blower-Door Tests ab 295 Euro zzgl. MwSt. durch. Vielen Dank Herr Mootz für die gute Begleitung und die vielen Erklärungen.

 

Jahrestag – Unser Haus ist 1 Jahr alt

Am 12. November 2012 war der erste Aufbautag unseres Hauses. Seit dem ist viel passiert. Der Jahrestag ist nun der Anlass für einen kleine Zeitreise in bewegten Bildern.

Das Gerüst ist abgebaut

Am Freitag wurde das Gerüst um das Haus wieder demontiert. Das Haus wirkt gleich noch mal anders, viel größer. Am Vortag habe ich noch schnell die Schutzfolien von Lüftungsgittern der Belüftungsanlage und dem COMPAIR flow Mauerkasten der Dunstabzugshaube entfernt.

Dämmung der Außenwand – Tag 3

Am Freitag wurde die Garagenseite des Hauses mit den restlichen Dämmplatten versehen. In die Ecken der Fenster und bei den Hausecken wurden Kantenschutzprofile angebracht. Durch diese Profile kann man sehr schnell ordentliche Ecken ausbilden. Alle Fenster und die Haustür wurden mit Folie abgeklebt. Lüften geht jetzt nicht mehr. Gut das wir eine Belüftungsanlage für den Luftaustausch haben.

Die Belüftungsanlage läuft

Heute wurde die kontrollierte Wohnraumbelüftung in Betrieb genommen. Jeder Raum wurde separat eingestellt und mehrfach der Luftstrom und Druck gemessen. Nach einer Weile hat dann alles gepasst. In die Öffnungen wurden dann Blendgitter eingesetzt. Dort wo die Luft abgesaugt wird, kam noch ein Fliesfilter dazu. Dieser ist wichtig, damit nicht so  viel Staub in die Anlage angesaugt wird und die Filter dort so schnell verschmutzen. Die Filter müssen nun regelmäßig geprüft und gereinigt werden. Diese kann man mit einem Staubsauger vorsichtig absaugen. Wenn sie enorm verschmutzt sind, dann sollen sie ausgetauscht werden.

Weiterarbeit an der Belüftungsanlage

Auch an der Belüftungsanlage wurde gearbeitet. Die Rohre für die Zu- und Abluft wurden angebracht. Leider musste auch die Belüftungsanlage etwas an unten versetzt werden, da man sonst nicht die Rohre hätte anschließen können. Da schon in dem Raum gespachtelt und gestrichen war, sieht man das jetzt halt etwas. Zum Glück ist das nur der Hausanschlussraum und kein Wohnraum. Die Inbetriebnahme erfolge wohl allerdings erst, wenn wir eingezogen sind, da bis dahin zu viel Baustaub usw. von der Anlage „gefiltert wird“ und die Filter schon bald ausgetauscht oder gereinigt werden müssen.

Fehlende Lüftungsöffnungen wurden installiert

Am vergangenen Freitag wurden die beiden fehlenden Lüftungsöffnungen für das Belüftungssystem (Bad und HWR) durch das beauftrage Unternehmen der Deutsche Haus AG eingebracht. Die Ausführung im HWR sieht ganz OK aus, bis dass zum Befestigen der Fermacell-Platten nicht die passenden Schrauben verwendet wurden. Die Ausführung im Bad entspricht nicht der Absprache und auch hier wurden zum Schließen der Gipskartonplatten nicht die passenden Schrauben verwendet. Die Lüftungsöffnung wurde genau oberhalb des WCs in der Decke platziert. Das Lüftungsrohr liegt nun genau in dem Bereich, wo wir eine Ablagefläche haben wollten. Diese können wir nun nicht machen, sondern müssen eigentlich den gesamten Bereich vom WC-Vorbau bis zur Decke schließen. Geplant war nur das Entlüftungsrohr in der Ecke der Wand zu umbauen. Mal schauen, was es da für eine Lösung gibt.

Übergabe unseres DHAG-Haus

Am Dienstag um 09:00 Uhr war der Termin für die Übergabe unseres Hauses. Zu dem Termin waren der Bauleiter von der Deutsche haus AG, ein Mitarbeiter von Holzbau-Schläfer, Herr B. von den Baupartnern aus Gensingen, der DEKRA-Prüfer und wird anwesend.

Der freundliche DEKRA-Prüfer hat Raum für Raum alle Arbeiten und Gegebenheiten geprüft, Bilder gemacht und in seinem Protokoll notiert. Zur Prüfung gehört z.B. das Nachmessen der Räume und Türaussparungen, die Abstände der Schrauben in der Deckenbeplankung, ob die Wände und Decken gerade sind, die Verlegung der Sanitärleitung, ob Undichtigkeiten vorhanden sind, die Funktionsweise der Fenster und Rollladen etc.

Der Bauleiter führt ebenfalls ein separates Übergabeprotokoll für die Deutsche haus AG. Auf diesem Protokoll wurden auch die Dinge festgehalten, welche noch offen und auszuführen sind. Bei uns sind dies:

Für ein Teil der noch auszuführenden Leistungen wurden Rückbehalte vereinbart. Diese sind dann zur Zahlung fällig, wenn die Arbeiten ausgeführt sind. Die Geschoßtreppe ist schon verfügbar und könnte eingebaut werden. Wir haben aber die Option genutzt, diese erst später liefern und montieren zu lassen. So könnend die Spachtelarbeiten im Treppenhaus einfacher durchgeführt werden und es entstehen keine Kratzer oder Macken an der Holztreppe. Auch die Innentüren lassen wir uns später anliefern.

Die Außendämmung und der Putz werden witterungsbedingt vermutlich erst ab April erst gemacht. Die Heizungsendmontage ist erst möglich, wenn die Außeneinheit aufgestellt wurde, die Hausanschlüsse vorhanden sind. Dann folgt auch eine Einweisung. Die Endmontage der Belüftungsanlage wird abgeschlossen, wenn keine staubanfälligen Arbeiten im Haus mehr ausgeführt werden. Zum Fertigstellen der Elektro-Installation gehört das Setzten der Steckdosen und Lichtschalter (wurde am Mittwoch erledigt) und auch die Klingelanlage sowie das setzten des Zählerschranks und das Anschließen an den Hausanschluss. Im Hausanschlussraum (HAR) fehlt noch der Abfluss für die Waschmaschine, dieser wird bei nächster Gelegenheit noch eingebracht.

Diverse Kleinigkeiten, wie eine fehlende Silikonfuge an der Fensterbank im Gäste-WC, das Ausbesserung von Kratzern am Dachfenster, oder kurzen der herausstehenden Schrauben wurden direkt erledigt.

Im Gäste-WC haben wir eine Abschalung für die Dusche. In diesem Bereich war etwas Wasser auf dem Boden. Ob das nur Kondenswasser ist oder ein Riss bzw. Loch in der Katja-Folie vorhanden ist, muss in den nächsten Tagen beobachtet werden.

Da das Haus wohl erst ab April verputzt werden kann, bedeutet dies eigentlich das wir unsere Garage nicht aufstellen können, bevor dies ausgeführt wurde. Da wir die Garage als Kellerersatz nutzen wollen, ist dies ein Problem für uns. Unser Bauleiter Herr M. hat dies aber direkt geklärt und die Freigabe erteilt die Garage auch schon vorher aufstellen zu lassen. Diese muss dann zum Verputzen lediglich mit Folie abgedeckt werden.

 

So, nun warten wir dringend auf die Hausanschlüsse. In diesem Jahr wird das aber definitiv nichts mehr werden.